28. November 2025

Abstimmung am 30. November: Wohnschutzinitiative

Am kommenden Sonntag, den 30. November, stimmt der Kanton Zürich über die Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» ab. Sie verlangt eine Bewilligungspflicht für Abbrüche, Umbauten und Renovationen – ein Modell nach Basler Vorbild. Die Erfahrungen – die auch ZENI Immobilien im Jahr 2022 in Basel gesammelt hat – zeigen, wie stark solche Eingriffe die Bautätigkeit bremsen. Seit Inkrafttreten des Wohnschutzgesetzes 2022 sank in Basel die Zahl der Baugesuche für Mietwohnungen von rund 1’000 (2018) auf nur noch 67 (2023). Die Wohnbauproduktion fiel auf ein Drittel des früheren Niveaus, mit entsprechenden Folgen für Baugewerbe, KMU und Arbeitsplätze.

Wir schliessen uns der klaren Haltung des Hauseigentümerverbandes (HEV) an und lehnen die Initiative entschieden ab. Hier sind die Gründe, warum dieses Anliegen für Eigentümer und den Markt gefährlich ist.

Unsicherheit bremst Transaktionen

Der Immobilienverkauf ist ein komplexer Prozess, der Planungssicherheit erfordert. Ein Vorkaufsrecht wäre eine zusätzliche Hürde. Käufer müssen bangen, ob die Gemeinde ihr Vorkaufsrecht ausübt oder nicht. Verkäufer müssten mit Verzögerungen und Unsicherheiten rechnen. Die Folge: Investoren und Privatanleger ziehen sich zurück, weil das Risiko und der bürokratische Aufwand zu gross werden. Das schadet der Dynamik des gesamten Marktes – siehe Erfahrungswerte aus Basel oder Genf.

Verwaltung schafft keinen Wohnraum – Bauen schon

Das wohl wichtigste Argument aus unserer Praxis: Durch den blossen Wechsel des Eigentümers – von Privat zu Staat – entsteht keine einzige neue Mietwohnung. Das Problem im Kanton Zürich ist nicht, wem der Boden gehört, sondern dass zu wenig und zu langsam gebaut werden kann. Die Gründe dafür sind bekannt: überlange Baubewilligungsverfahren, Einsprachenfluten und eine überbordende Regulierungsdichte. Ein Vorkaufsrecht löst keines dieser Probleme. Im Gegenteil: Es bindet Steuergelder und administrative Ressourcen in den Gemeinden, die besser in die Beschleunigung von Bewilligungsverfahren investiert wären.

Unser Fazit zur Abstimmung

Wir brauchen Rahmenbedingungen, die Investitionen in neuen Wohnraum belohnen und nicht bestrafen. Wir brauchen schnellere Verfahren und weniger Hürden. Die Einführung eines bürokratischen Vorkaufsrechts bewirkt das Gegenteil: Sie schafft Unsicherheit und bremst die Wohnbauförderung.

Wir empfehlen daher am 30. November ein klares NEIN zur Initiative.

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